Games – Zielgruppe von Jung bis Alt

Entgegen der üblichen Meinung spielen in Deutschland rund 9 Millionen über 50 Jährige Computer- und Videospiele aus Spass aber auch als Therapie.

Auf den Artikel wurde ich aufmerksam über die Webseite Gaming Grounds welche immer wieder gute Artikel über E-Sport und Games auf Deutsch veröffetlicht.

Gemäss Felix Falk, Geschäftsführer von game ist die Altersgruppe der über 50 jährigen mit 25% die grösste Nutzergruppe von Video Games in Deutschland. Dies hat damit zu tun das die Nutzer der Ersten Games (wozu ich 2019 auch gehören werde 😉 nun die 50er Barriere überschreiten, sowie die Verbreitung von Smartphones und Tablet’s, welche für ältere Personen einfacher zu bedienen sind. Aus meiner Perspektive: Gamen ist das neue Radio hören, lesen, musizieren, fernsehen oder was auch immer. Ein weiter Weg das weitverbreitete Statement Zeitverschwendung vom Tisch zu räumen. Aber wir arbeiten daran 🙂

Gespielt werden primär Skat, Puzzle oder Kreuzwort Rätsel. Aber auch Sudoku oder Gedächtnistrainer stehen hoch im Kurs. Die klassischen Video- und Computerspiele werden eher weniger genutzt. Dies hat vor allem mit der Zielgruppenansprache wie aber auch mit den geforderten Fähigkeiten zu tun, welche im Alter eher abnehmen.

Dazu gibt es eine Studie der Stiftung digitale Chancen welche ein Experiment mit Tablet Leihgeräten in 30 Senioren Einrichtungen getätigt hat. Spiele landeten bei dem Experiment auf dem 4. Platz bezüglich Nutzung auf den Geräten. Daraus entstand auch ein Youtube Kanal „Senioren Zocken“ welcher den älteren Gamern hilft auf diesem Neuland Fuss zu fassen. Der Kanal hat aktuell 300’000 Subscriber.

Verschiedene Studien belegen das durch Spiele im Alter Verhaltensweisen therapiert werden können. Ein Beispiel habe ich 1:1 von Gaming Grounds übernommen:

Gemeinsam mit Spielentwicklern der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin entwarfen die Forscher deshalb das Spiel „Schiff ahoi“. An einem virtuellen Schiffsbuffet müssen die Spieler möglichst schnell Speisen auf ihren Teller stapeln. Die Schwierigkeit: Immer wieder liegt Ungenießbares wie Sonnenbrillen auf den Tischen. Um zu verhindern, dass auch sie auf dem Teller landen, müssen die Senioren schnell reagieren und das Stapeln unterbrechen. Acht Wochen lang spielten die Probanden täglich. Das Ergebnis: Die Gehirnareale im präfrontalen Kortex zeigten bei den Spielern ein deutliches Wachstum, auch die Selbstkontrolle verbesserte sich deutlich.

So werden heute Spiele spezifisch auf die Problemstellungen des Alters hin entwickelt um zu lernen wie Spezifische Themen mit Games therapiert werden können. Als Beispiel wird der Game Entwickler Retro Brain genannt, welche eine Spielkonsole zusammen mit Medizin und Demenzforschern entwickeln.

 

 

 

 

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